Angekommen in Sacha Yacu

Sonntag, 03.11.2013

Eins vorweg: Ich bin gut in der Station angekommen. Und die Fahrt war deutlich leichter und unkomplitizierter als ich dachte. Alles lief reibungslos und flott; ich war 2 Stunden vor meiner erwarteten Ankunftszeit da. Entweder war die Wegbeschreibung von South America Inside, meiner Organisation, so gut, oder ich fange tatsaechlich an, mich hier besser zurecht zufinden. Wahrscheinlich war es ein wenig von beidem.

Die Station selbst ist viel groesser als ich erwartet habe. Es stehen nicht nur mehr Raeume zur Verfuegung, sonderns erstreckt sich auch ueber ein groesseres Gebiet. Um zu manchen der Tiere zu gelangen, muss man sich lange durch verschlungene und schlammige Wege kaempfen, bis man endlich am Kaefig ankommt, und das ist auch gut so, denn so leben die Tiere wirklich im Dschungel und sind nicht staendig von Menschen umgeben.

Wir haben viele Tiere da: Zahlreiche Kapuzineraffen, Schildkroeten, Wildschweine, Ozelots, Papageien, und viele mehr. Naechste Woche erwarten wir soagr einen Puma! Ausserdem verfuegt die Station ueber eine Anbauflaeche, um ein wenig der enormen Mengen an Obst und Gemuese selbst stellen zu koennen, so wie Teiche, in denen Fische gezuechett werden, einen Huehnerstall und zwei grosse Pferde. Wir haben vier Huendinnen und einen Welpen, sowie eine freundliche Katze, die sich meinen Schoss bereits als ihren neuen Lieblingsplat ausgesucht hat.

Ich habe in dieser ersten, kurzen Woche so viel erlebt, dass sie mir mehr wie ein Monat vorkam. Affen haben sich mir auf die Schulter gesetzt, ich habe eine Tarantel verfuettert, grosse Papageien durch die Gegend getragen, schwere Eimer mit Futter durch unpassierbare Wege getragen, mit einer Machete einen Hain gerodet, ein Dach aus Blaettern errichtet und so viele Leute kennen gelernt, einige nur fuer diese Woche.

Da das fuer eine Woche ganz schoen viel ist, weiss ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Ich glaube, ich kann alles erst in den naechsten Wochen richtig beschreiben und erklaeren. Auch werde ich euch dann mit Fotos versorgen, denn bis jetzt habe ich noch gar keine gemacht. Es gab zu viel mit meinen eigenen Augen zu sehen, als dass ich durch eine Linse schauen wollte. Dafuer habe ich den letzten Blogeintrag mit Fotos von Quito und dem Cotopaxi ausgestattet. Falls ihr Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren, ich kann sie dann am naechsten Wochenende beantworten.